Und die Erde war Wüst und leer...
Dies ist eine Tatsache, die sowohl die Genesis wie auch die moderne Wissenschaft bekräftigt. Beiden gemeinsam ist auch der Hinweis auf einzelne Entwicklungsstufen. So erscheint die Erschaffung des
Menschengeschlechts, die Menschwerdung, als letzter Schritt. Er reicht in die jüngste Vergangenheit hinein und wurde nach geologischem Zeitempfinden soeben vollzogen.
Im Kambrium herrschen noch die granitischen Urgesteine vor. 100 Millionen Jahre später
ist der Meeresboden eines ordivicischen Meeres vertreten, der dann zu den Meeresablagerungen des Silurs, dem schwarzen Tonschiefer, übergeht. Im Devon sprossen erste Pflanzen, während zuvor Algen, Flechten, Moose und Pilze vertreten
waren. Das Karbon, in dem unsere Steinkohle entstand, zeigt in den Schachtelhalm-, Farn- und Bärlappwäldern großen Pflanzenreichtum. Das Perm bringt u.a. den Ginkgobaum hervor, dem alle Baumarten späterhin folgen. Die Trias ist mit dem
Muschelkalk vertreten, in dessen Goldbank
unzählige Muscheln vom regen Leben im damaligen Meer künden. Der Jurakalk zeigt ähnliches und der grüne Kalkstein der Kreide weist neben anderen Fossilien 2 Ammoniten im Querschnitt auf. Zu Beginn
des Tertiärs, vor 70 Millionen Jahren, muss eine große Katastrophe das Aussterben der Saurier bewirkt haben, was wiederum die starke Entwicklung der Säugetierarten ermöglichte.Und eine dieser, der Stamm
der Primaten, bringt im Laufe der letzten 20 Millionen Jahre das ,,Hirntier" hervor, das ausersehen ist zur Menschwerdung.
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FLORA. |
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Im Jahre 2008 wurde der Erdzeitenweg durch die Bepflanzung erweitert. Die Entwicklung des pflanzlichen Lebens, wird vorgestellt durch einige Typische Pflanzenvertreter, deren Urformen in den jeweiligen geologischen Epochen erstmals auftraten und die sich uns in ihrer Art bis heute erhalten haben |
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Gesteine und Fauna |
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Der Erdzeitenweg entlang der Kirche zeigt 600 Millionen Jahre Erdgeschichte. Er ist auf rund 24 Metern mit Gestein aus den einzelnen geologischen Zeiten ausgelegt. Der Weg ist behindertengerecht angelegt und ermöglicht so ein treppenfreien Zugang in die Kirche. Gesteine aus den Epochen der Erdgeschichte dienen als Pflastersteine des Weges. Dazu auf steinernen Tafeln Zitate aus der Schöpfungsgeschichte. Ursprüngliche Idee und Anlage des Weges: Alfred H.Hörchner (gestorben 1990).
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4 cm auf dem Weg an der Kirche sind 1Mio Jahre der Erdgeschichte.

MOSE 1.1.11
Die Erde lasse sprossen junges Grün.
300 Millionen Jahre alte Pflanzenab-
drücke begleiten das Karbon inmitten grünender Schachtel-
halme.
Mose 1.1.20
Es wimmele das Meer von lebenden Wesen.
Im Tertiär zeugen versteinertes Holz von den Wäldern, deren Reste heute als Braunkohle abgebaut werden, und Muschelbänke des Meeres, dessen Schlammablagerungen zu Westerwelder Ton wurde.
Mose 1.1.27
Gott schuf den Menschen.
Die Fußspuren eines einjährigen Kindes weisen auf die Entwicklung des Menschen hin.
Quartär,
hier beginnt das jüngste, bis in die Gegenwart reichende geologische System der Erdneuzeit.



Evangelische Kirchengemeinde
Höhr-Grenzhausen