Evangelische Kirchengemeinde
 H”hr-Grenzhausen

Ein Leben mit der Keramik

Kniebisstern

zum 100. Gebutstag von      
Wim Mhlendyck

Wim Mhlendyck hat nicht nur als Knstler mit seinen keramischen Werken die Geb„ude unserer Kirchengemeinde bereichert , sondern auch als Christ viele Spuren hinterlassen.
In unserer Gemeinde hat er jahrelang im Kirchenvorstand mitgearbeitet, hat unser Dekanat viele Jahre lang als Pr„ses geleitet und in vielen Orten und Geb„uden des Westerwaldes, in Kirchen, Gemeinde- und Pfarrh„usern, Kinderg„rten und Friedh”fen durch seine Kunst zu Menschen gesprochen.

Man nannte ihn den Erneuerer der Westerw„lder Keramik. Als er von K”ln in den Westerwald kam, machte er sich mit der Westerw„lder Keramik vertraut, vertiefte sich in die Red und Kniebistechnik und wandte diese Kunst zum Beispiel auch in der Baukeramik an.
Bisher war sie vorwiegend auf Gef„áen zu finden, nun produzierte er viele Kacheln und groáe Fl„chen. Sie finden sie bei uns auf den B”den in der Kirche und in der Friedhofskapelle.
Mit dem Holz oder dem Eisen werden Muster in die Fl„che geritzt. Die Kniebissonne, der Kniebisstern mit dem Kreuz sind fr Mhlendyck das christliche Symbol und erinnern an das Licht, das durch Christus in die Welt gekommen ist.
Einen anderen Schwerpunkt setzte er, indem er ein bis dahin bestehendes Tabu brach und Grabsteine aus Keramik herstellte. So geh”ren zu diesen Besonderheiten zum Beispiel die von ihm enwickeltn Steinplatten, die man auf vielen Soltatenfriedh”fen findet.

Und wenn Sie nun weiter  auf die Symbole achten, dann werden Sie wahrnehmen, welche christliche Verheiáung von seinen Werken ausgeht.
So denke ich zum Beispiel an den Schutzengel im Kindergarten, der schtzend seine H„nde ber die Kinder breitet, sehe den Verkndigungsengel auf dem Friedhof, der den trauernden Frauen zuruft: "frchtet euch nicht, der, den ihr sucht, der ist nicht hier, er ist auferstanden". Und so, wie diese Gestalt aufgerichtet ist, eine Brcke zwischen Himmel und Erde schl„gt, macht sie Mut, gibt Trost und Zuversicht.
Oder die "Ich bin Worte" aus dem Johannesevangelium auf den Kacheln in unserer Kirche

Noch einmal zu seinem Leben als Christ:
Wim Mhlendyck absolvierte w„hrend der Kriegsgefangenschaft in England eine Ausbildung zum Prediger und hat in vielen Kriegsgefangenlagern Seelsorge geleistet. In dieser Zeit, aber auch sp„ter in der kirchlichen Arbeit im Dekanat und der Kirchengemeinde war er fr viele ein glaubwrdiger Zeuge, war so etwas wie ein Bekenner.
Vielen Kindern hat er zum Beispiel Taufteller geschenkt, auf denen die Sonne und die Blumen zum Ausdruck brachten, dass Gott alles schtzt. In vielen Werken hat er die Sch”pfungsgeschichte dargestellt, manchmal zum Beispiel von oben nach unten in der biblischen Reihenfolge der Sch”pfungsgeschichte.
Auch bei Missionsfesten des Dekanates hat er gesprochen und die weltweit wirkende Liebe Gottes verkndigt. Damals schon hatten diese Gedanken eine ”kumenische Weite. Fr mich ist es ein Geschenk, dass er in unserer Gemeinde gewirkt hat und dass heute seine Werke an so vielen Stellen tagt„glich zu uns sprechen. Ich kannte ihn nicht, aber ich sch„tze sein Werk und Zeugnis sehr.           Wolfgang Weik

Kirche. Taufbecken und 
Kerzenst„nder
Kindergarten: Wandplatten
Sdfriedhof: Gedenkplatten
Kirche: Wandplatten
Westfriedhof: Wandbild

Lebenslauf             (Kurzfassung)

Geboren

1.M„rz 1905 in Porz

1924

Abitur in K”ln

1924-25

Universit„t K”ln

1925-26

Lehre in den K”lner Werkschulen

1926-27

Staatliche Keramische Fachschule H”hr-Grenzhausen

1927-30

Ausbildung zum Gewerbelehrer in K”ln anschl. Berufsschullehrer in Frechen

1931

Werkstatt in H”hr-Grenzhausen

1936

Bau des T”pferhofes in H”hr-Grenzhausen

1937

Meisterprfung

Gestorben

10. April 1986 in H”hr-Grenzhausen

Gemeindehaus: Wandbild
Kirche: Speisung der 5000